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"Ein Hort, dahin ich immer fliehen möge"

Ein Theaterprogramm zum Sicherheitsdenken der Schweiz, im Rahmen der Feierlichkeiten zu „Zürich 650 und Schaffhausen 500 Jahre Beitritt zur Eidgenossenschaft"
Regie und Raum: Gian Gianotti
Musikalische Konzeption und Leitung: Matthias Weilenmann
Kostüme: Barbara Wirz
Die Schweiz als Zufluchtsort oder Insel, empfangend oder abwehrend. Suche nach Schutz, Sicherheit und Identität. Das theaterforum.ch Zürich präsentiert in Koproduktion mit dem Sommertheater Schaffhausen ein musikszenisches Programm mit Kompositionen von Ludwig Senfl (Geistliche Lieder) und Heinrich Schütz (Geistliche Chormusik), kontrapunktiert von Neukompositionen von Martin Derungs und Fabian Neuhaus. Texte zur Suche nach Sicherheit und Geborgenheit aus literarischen und politischen Publikationen des 16. Jahrhunderts und der Gegenwart von Jürg Amann, Hermann Broch, Luisa Famos, Erich Fried, Henri Guisan, Karl Kraus, Martin Luther, Friedrich Nietzsche, Pier Paolo Pasolini, Rainer Maria Rilke.
Eine dramaturgische Zusammenstellung zu den Liedern, Motetten und Neukompositionen.
Das Projekt wird szenisch für vier verschiedene Räume ortsspezifisch neu eingerichtet und gespielt. Der erste Ort ist der Munot in Schaffhausen, der zweite die reformierte Kirche in Uster, der dritte die Musikhochschule in Zürich und der vierte Ort das Theater Winterthur, am Stadtgarten. Jede Aufführungsserie gilt wieder als eine neue Einrichtung.
Es werden auch Karten für alle vier Veranstaltungsorte verkauft. Diese haben in der Platzreservation absolute Priorität.

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Die vier Aufführungsote:

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Munot Schaffhausen

Der Munot in Schaffhausen, 500 Jahre nach dem Eintritt in die Eidgenossenschaft und kurz vor dem Ausbau der Festung am Emmersberg zum Munot. Mit dem Dreissigjährigen Krieg zog die erste wirklich grosse Konfrontation übers Land, gegen die mit der Festung Abwehrwille und –fähigkeit dokumentiert werden wollte. Hätten sich die Schaffhauser und die Eidgenossen damals wirklich verteidigen müssen, wäre der Bau, nach Plänen und Gedanken von Albrecht Dürer, bereits von der kriegerischen Technik überholt gewesen. Gedanklich und militärisch wurde die Einbunkerung damals und immer wieder definiert als: "Ein Hort, dahin ich immer fliehen möge".
Aufführungen:
12. August (Premiere)
16., 17., 19., 23., 24., 25., 26., 30., 31. August
7., 8., 9. September
Abgespielt
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Reformierte Kirche Uster

Die reformierte Kirche in Uster. Nach den ersten Präsentationen des Projektes in den Medien in Schaffhausen und in Zürich wurden wir von der Stadtpräsidentin und von der Kulturkommission Uster angefragt, ob das Projekt auch in ihrer Stadt aufgeführt werden könnte. Wir nahmen die Einladung gerne an. Dieser Raum hat historisch-politisch eine relevante Dimension in der Definition unserer ersten schweizerischen Demokratie. Auch das: "Ein Hort, dahin ich immer fliehen möge".
Aufführungen:
5. und 6. Oktober
Abgespielt
Kulturgemeinschaft
Uster, KGU
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Musikhochschule Zürich

Die Musikhochschule Zürich, ein Haus der Ausbildung zur musikalischen Kunst, zurückschauend und vorwärtsdenkend. Das Projekt soll unter diesem Aspekt angeschaut und gehört werden. Das Haus als Institution steht musikalisch im europäischen und internationalen Kontext und Gespräch. Die Verständigung über die Sprach- und Kulturgrenzen wird täglich gelebt und angegangen. Europäische und/oder auch internationale "Konflikte" müssen hier verbal und affektiv begreifbar werden: "Ein Hort, dahin ich immer fliehen möge".
Aufführungen:
19. und 20 Oktober
Abgespielt
theaterforum Zürich
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Theater Winterthur Hauptbühne

Das Theater Winterthur als Idee, Programm und Architektur. Theatralisch wird hier das Projekt nochmals definiert, der künstlerische Wert der Vorlage in der Distanz der Bühne nochmals angegangen. Das ganze Haus wird hier miteinbezogen. Das Theater allgemein und jenes in Winterthur als Gastspielhaus insbesondere besteht als Ort und als Idee nur im internationalen Dialog. Die Offenheit im Umgang mit kulturellen und künstlerischen Eigenheiten ist eine existentielle Grundbedingung für die Konfliktlösungen im Leben. In diesem ideellen Kunstraum soll dieses Thema nochmals gesehen und gehört werden. Auch hier also: "Ein Hort, dahin ich immer fliehen möge".
Aufführungen:
15. und 16. November
Theater Winterthur,
am Stadtgarten
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